Friday, October 27, 2006

Demokraten wählen?

Gegenposition auch einmal:
Der Philosoph Leonard Peikoff, Gründer des Ayn Rand Institute, hat für die anstehenden Kongresswahlen in den USA eine Wahlempfehlung zugunsten der Demokraten abgegeben:
"Die dringendste politische Aufgabe ist es jetzt, die Republikaner von der Macht zu entfernen, wenn möglich im Repräsentantenhaus und im Senat. Dies bedeutet, konsequent für demokratische Kandidaten zu stimmen, selbst wenn sein Gegner ein 'guter' Republikaner ist." Peikoff begründet dies damit, dass die Republikaner für Religion stünden, und Religion sei die einzige reale Gefahr für Amerika zur Zeit, wohingegen der Sozialismus, für den die Demokraten stünden, seinen Höhepunkt bereits überschritten hätte und die heutigen Linken nicht mehr die leidenschaftlichen Kollektivisten der dreißiger Jahre wären.
Naja hoffen wir, dass er mit seiner Einschätzung der Demokraten recht behält!

Sunday, October 22, 2006

Republikaner ungleich Republikaner

Bei meiner ganzen Unterstützung für den War on Terror, bin ich kein Anhänger des Neokonservatismus - wie aller Konservativismus neigt auch eher zum fetten Staat, der den Citizens das Geld aus der Tasche stiehlt. Man kann nur noch hoffen, dass sich die wirtschaftlichen Libertären gegen die Rechten durchsetzen. Eben Neo-Libertarian!

Wednesday, October 11, 2006

Wahlkrampf

Im November sind Kongresswahlen und schwupps entdecken die Demokraten, dass der Republikaner Mark Foley schwul ist (darüberhinaus noch ziemlich dumm, wenn er denkt er könnte ungestraft einen jugendlichen Untergebenen anmachen!). So what happens?
Der erzkonservative Flügel der Republikaner greift die Führung an und macht die Drecksarbeit für die Demokraten, die Demokraten dreschen auf unmoralische Kongressabgeordnete ein anstatt für die Homo-Ehe zu werben. Irgendwie alles sehr seltsam!
John Carvino von der Wayne State University hat sich dazu Gedanken gemacht und er beschreibt auch die Scheinheiligkeit der Politiker.
Achja, übrigens: Der erzkonservative Flügel gewinnt (gottseidank) keine Wahl allein, die moderateren aber (leider) auch nicht!

Friday, October 06, 2006

Die Demokraten bringen es nicht

Für RealClearPolitics schreibt Robert Tracinski über die derzeitigen Parteigezänke in den Vereinigten Staaten.
Er beschreibt seine Enttäuschung über den derzeitigen Kongress und dass er sich am liebsten möglichst viele Verluste für die Republikaner bei den Kongresswahlen wünscht. Aber je näher die Wahlen kommen, desto mehr merke er, was auf dem Spiel stände. Er schaut sich die Demokraten an und kommt zu dem Schluss , dass sie nichts wirklich zur inneramerikanischen Debatte beitragen können. Da im amerikanischen Wahlsystem Menschen und nicht Parteien gewählt werden, schlägt er vor staatsgläubige Republikaner abzuwählen und wenige starke Demokraten zu wählen, aber andernfalls auf jeden Fall gegen die Demokraten zu stimmen.
Seine Hoffnung scheint dabei zu sein: Die Republikaner sind nicht bedroht durch Demokraten und können eine wichtige innere Debatte starten, mit dem gewünschten Resultat einer minarchistische, pro-immigration, sekuläre Republikanische Partei. Hoffen kann man ja!

Wednesday, October 04, 2006

Zwei für frischen Wind?

Ken Blackwell möchte im November Gouverneur von Ohio werden, Kinky Friedman von Texas. Blackwell hat die besseren Chancen, weil er für die Republikaner antreten wird. Aber Kinky holt in Umfragen auf den republikanischen Amtsinhaber auf, er steht deutlich vor dem Demokraten. Friedman wäre der erste jüdische Gouverneur von Texas.
Blackwell erhielt als afroamerikanischer Republikaner den Martin-Luther-King-Dreamkeeper-Award und er setzt sich für weniger Steuern und weniger Staat ein. Ich wünsche beiden viel Glück!

Sunday, October 01, 2006

Die Zukunft des Kontinents?

Old Europe wird immer unbedeutender. Nach Befunden der United Nations Population Division lebten im Jahre 1900 21 Prozent der Weltbevölkerung in Europa. Heute sind es weniger als 12 Prozent, 2050 werden es den Vorausschätzungen dieser UN-Behörde nach 7 Prozent und am Ende unseres Jahrhunderts weniger als 4 Prozent sein.
Wie USAerklärt schreibt, dürfte die Zahl der Menschen in den USA die Marke von 300 Millionen in den kommenden Wochen überschreiten.

"Dreihundert Millionen, das ist Platz Drei hinter China und Indien, wenn auch mit sehr deutlichem Abstand. Es sind mehr als doppelt so viele Menschen wie am Ende des 2. Weltkrieg und zehn Mal so viele wie am Anfang des Bürgerkriegs 1861. Im Moment kommen jedes Jahr noch 2,8 Millionen weitere hinzu - grob gerundet also einer alle zehn Sekunden. Kein anderer Industriestaat wächst so schnell. Auch der Platz dafür ist vorhanden, denn die USA haben eine niedrige Bevölkerungsdichte. Deutsche Verhältnisse würden erst bei etwa 2,2 Milliarden Menschen erreicht [...]

Bekanntlich ist die Entwicklung in Deutschland und Kontinentaleuropa genau gegenläufig [...]
Um es etwas plastischer zu machen: Die USA gewinnen bis 2050 mehr als ein Deutschland hinzu, mehr als ein Deutschland und eine Niederlande sogar. Deutschland verliert im Gegenzug ein Irland."
Von diesem Wandel bleibt Großbritannien, wie fast alle angelsächsischen Länder, ebenfalls verschont. Großbritannien und Australien gewinnen ein Israel, Kanada sogar ein Griechenland hinzu.

Doch das Schrumpfen der Bevölkerung in den Staaten Europas ist nur eine Facette dieser Angelegenheit – und möglicherweise eine nicht besonders wichtige. Das Europa des Jahres 2050 wird ein vergreister Kontinent sein. Nehmen wir Deutschland als Beispiel. Hier leben heute 45 Millionen Menschen in der Altersgruppe zwischen 20 und 60 Jahren. Den Hochrechnungen zufolge werden es 2050 nur noch 30 und 2100 bloß 20 Millionen sein, selbst wenn der Zuzug im gegenwärtigen Tempo weitergeht. Und Trends zeigen, dass immer mehr junge Menschen das sinkende Schiff verlassen.
In einigen Ländern Europas artikulieren bis zu 30 Prozent der jungen Leute Auswanderungswünsche.

Im Bericht der europäischen Handelskammern vom März 2005 heißt es, Amerika liege in jeder Hinsicht vorn und mache schnellere Fortschritte. Außerdem werde Europa mit etwas Glück 2072 das amerikanische Pro-Kopf-Einkommen erreichen, und Europa werde mehr als 100 Jahre benötigen, das US-Niveau auf den Gebieten Forschung und Entwicklung einzuholen. Eurobarometer, das in regelmäßigen Abständen die Stimmung in Europa mißt, weiß zu berichten, die Bürger Europas seien weit pessimistischer, was ihre Zukunft angeht, als die Amerikaner (und dabei sind Bulgarien und Großbritannien am optimistischsten, Deutschland ist am pessimistischsten).

Eine CIA-Prognose für das Jahr 2020 (Mapping the Global Future, veröffentlicht vom National Intelligence Council) kommt zu der Aussage, die Europäische Union werde möglicherweise innerhalb von 15 Jahren infolge des wirtschaftlichen Niedergangs auseinanderbrechen.

Kann man noch was dagegen unternehmen? Mit den bisherigen kontinentaleuropäischen Rezepten sicher nicht. Mit der Mehrwerststeuer auch nicht!