Saturday, September 30, 2006

Manchester und die Verleumdung des Freihandels

Die schöne moderne Metropole im Norden Englands muss immer wieder dafür herhalten, wenn es mal wieder gegen den Freihandel geht. "Manchesterliberaler!" heißt es dann - und das ist dann als Schimpfwort gemeint. Dabei stritten in Manchester Liberale gegen Feudalismus und Armut.

Angela Merkel hat sich unterdessen für eine Freihandelszone mit den USA ausgesprochen, falls die nächsten Gespräche in der WTO scheitert sollten. Das ist das beste, was ich bis jetzt von unserer insgesamt doch sehr zahnlosen Kanzlerin gehört habe. Aber Freihandel mit allen wäre für uns noch besser und eine echte Wohltat für vom Weltmarkt ausgeschlossenen Entwicklungsländer.

Friday, September 29, 2006

Gleiche Rechte für den Iran!

Der Fuchsbau hat eine großartige Idee gehabt:

„Warum soll der Iran keine Atombombe haben dürfen, wenn doch auch die Israelis welche haben?“ So lautet das gewichtigste Argument derer, die Ahmadinedschad unbedingt seinen Wunsch eines nahöstlichen Holocaust erfüllen wollen.

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Diese Feststellung ist natürlich zu gleichen Teilen inkonsequent, antisemitisch und rassistisch. Inkonsequent, weil der Iran sich vertraglich verpflichtet hat, keine Atomwaffen zu bauen. Antisemitisch, weil die Unterstützung eines Judenhassers nun Mal antisemitisch ist. Rassistisch, weil vom Iran die Einhaltung elementarer Menschenrechte nicht eingefordert wird.

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Eigentlich müsste es nämlich heißen: „Ja, der Iran darf alles haben, was Israel hat…sobald der Iran auch bietet, was Israel bietet. Unter anderen:

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- Freie Meinungsäußerung

- Redefreiheit

- Versammlungsfreiheit

- Religionsfreiheit

- Pressefreiheit

- Demokratie

- Gewerkschaften

- Unabhängige Justiz

- Freie Wahlen

- Gleichberechtigung von Frau und Mann

- Lebensrecht für Homosexuelle

- Bikinis am Strand

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All diese Errungenschaften stellen ebenfalls Unterschiede zwischen Israel und dem Iran dar. Wäre es also nicht angebracht, zuerst die Gleichbehandlung in solchen Fragen einzufordern, bevor man sich für iranische Atomwaffen einsetzt? Aber wie so oft geht es den Unterstützern solcher Terrorregime nicht um das Wohl der Menschen, sondern darum, Verbrecher glücklich zu machen.

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Der Iran sollte also an dem Tag die Atomwaffe geschenkt bekommen, an dem Ahmadinedschad als Schirmherr des Christopher Street Day Teheran den Umzug eröffnet und danach klarstellt: „Ich mach Urlaub in Israel und das ist auch gut so!“ (Wobei in einem solchen Iran dann aber niemand mehr Interesse an Atomwaffen hätte. Für was auch?)

Der diesjährige World Gay Pride ist in Jerusalem. Peace!
Bisherige Versuche im libertären Schaffen waren bei mir mäßig erfolgreich und wenig professionell: Man besuche www.southpark-republican.de.vu

Außerdem komme ich aus dem, was sich mal Linke nannte, bin also im wahren Sinne ein NEOcon. Wobei Conservative, zumindest in Deutschland immer nach vorgestern klingt. Ich bin eher libertär. Ich sehe die einzige revolutionäre Kraft in der Globalisierung. Strukturkonservative Linke kämpfen gegen alles modern-westliche und leider all zu oft gegen die Vernunft.

Das Bloggin' ist eröffnet! Cheers!!!